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Montag, Januar 26, 2009

Volto Santo oder Lösung eines Rätsels: Klappe 121

Das Volto Santo

Mal wieder wurde das Geheimnis eines Tuches gelüftet. Diesmal allerdings nicht des Turiner-Grabtuches, sondern des Schleiertuches von Manopello. Es ist übrigens kein Leinentuch, wie im Allgemeinen angenommen wird, sondern aus Muschelseidefasern. Diese haben die äußerst interessante Eigenschaft, sich nicht "bemalen" zu lassen. Man kann sie maximal eintönig mit Purpur oder Zitronensaft einfärben.

Nein, es ist kein Acheiropoietoi, sowas kann es ja auch gar nicht geben. ^^ Es wurden ein Farbklecks gefunden, also ist es ein gemaltes Kunstwerk.

Aber wir beschäftigen uns hier lieber mit den Fakten:

- die Farben entbehren anscheinend jeglichen materiellen Charakters

- es sind keinerlei Farbstoffe nachzuweisen

- das Bild befindet sich nur auf den Fäden (beim Bemalen wäre <Farbe> auch zwischen den Fäden)

- das Bild ist von vorne und hinten gleich gut zu sehen, wie ein Diapositiv

- der Farbverlauf ist übergangslos

- keine Spuren von Lösungsmitteln, keine Pinselstriche, kein Kapillarfluss in die Fasern hinein

- das Bild hat keine scharfen Konturen und ist dennoch nicht verschwommen

- das Bild ist nur bei bestimmten Lichtverhältnissen sichtbar, bei Gegenlicht sieht man nur einen weißen, leeren Schleier

- aus bestimmten Blinkwinkeln wirkt das Bild 3-Dimensional (wie eine Holografie)

- es verändert seine Gestalt je nach Winkel in dem das Licht auftrifft (wie bei den holografischen Bildchen, die es in den 90ern zu Hauf gab)

- das Bild zeigt keine Reaktion auf Wood-Licht (was theoretisch unmöglich sein soll) und bleibt unsichtbar bei UV-Licht

- das Bild zeigt Lichtbrechung der Farben

Es konnte auch mit der hochauflösendsten Technik (im Grunde die Gleiche, die genutzt wird, um Satellitenaufnahmen von Dingen auf der Erde zu machen) konnte nichts gefunden werden, dass auf eine Technik schließen lässt, mit der wir heute dieses Bild auf diesen Schleier bekommen könnten - es ist schlichtweg unmöglich.

Auch ist die Vorderseite mit der Rückseite idententisch, nach oberflächlichen Untersuchungen (nur halt spiegelverkehrt). Allerdings fiel bei der hochauflösenden Untersuchung auf, dass sich einige winzige Details voneinander unterscheiden. Auch dies kann gar nicht sein, bei so hauchdünnen Fäden.

Der dort abgebildete Mann ist der gleiche wie auf dem Turiner Grabtuch und es ist auch von gleicher Art wie das Tuch der Jungfrau von Guadalupe.

Viel Erfolg beim Kopieren. Wir können es auch im Jahre 2009 vergessen, solch Kunstwerke nur zu kopieren oder auch selbst herzustellen.

Posted by Fabian030 at 5:11 PM
Categories: Allgemeines