Immer wieder sorgt Schlunz für Absturz-Ärger. Vielleicht entwickelt deshalb die Software-Industrie eines Tages folgendes Geheimpapier: 10 Dinge, die Spiele-Programmierer im Umgang mit Bugs unterlassen sollten.

 10. Überzeugen Sie argwöhnische Spieletester davon, dass die Bugs keine Bugs sind: Viel mehr sorgt ein Erdstrahlen-Feld in der Redaktion dafür, dass magnetische Turbulenzen das RAM des Testrechners fluxionisieren und dadurch die Abstürze auslösen.

   9. Stecken Sie die Diskette mit dem Update in eine große bunte Schachtel und verkaufen Sie es als Supporter Pack.

   8. Darauf achten, dass englische Unpdate-Patches niemals mit der deutsche Version funktionieren - und umgekehrt.

   7. Testen Sie Ihr Programm vor der Auslieferung nur auf einem lappländischen PC-Clone mit selbstgelöteter Grafikkarte.

   6. Den Kunden einreden, dass das Abstöpseln des Joysticks die Lebensdauer der Hardware verlängert - das Durcheinander mit der galaktischen Karte (Elite 2) sollte nur auf diesen Umstand hinweisen.

   5. Wenn Sie zur Marketing-Abteilung gehören, dann schieben Sie die Schuld auf die Unfähigkeit der Programmierer.

   4. Wenn Sie zum Programmierer-Team gehören, dann schieben Sie die Schuld auf die Marketing-Kollegen, die Sie zu einer überhasteten Veröffentlichung gedrängt haben.

   3. Geben Sie als Hotline die Nummer des Heimliefer-Service vom neu eröffneten usbekischen Spezialitäten-Restaurant an.

   2. Wenn eines Tages tatsächlich die Bugs beseitigt werden, dann nennen Sie das bloß nicht "Update", sondern "Einfügen von neuen Programm-Features".

   1. Falls alles andere versagt, dann vertrösten Sie den Käufer auf eine "demnächst erscheinende Fortsetzung". Wenn sich so viele Typen über ein paar Programmfehler so aufregen, dann muss das Publikum ja voll auf ihre Spielidee abfahren.